Ungewollt nicht-schwanger - Handeln ist besser als Abwarten

Das Thema wird nicht gerne offen kommuniziert - weder von betroffenen Paaren, noch von den Menschen in deren Umfeld - obwohl die Zahl jener, denen es nicht spontan gelingt, durch die „natürlichste Sache der Welt“ ein Kind zu zeugen, anzusteigen scheint. Statistiken lassen vermuten, dass circa jedes fünfte bis siebte Paar betroffen ist - wobei nur jene erfasst werden können, die sich zu den Schwierigkeiten bei der Erfüllung des Kinderwunsches bekennen, beziehungsweise ärztliche Hilfe diesbezüglich in Anspruch nehmen. 

Womöglich sind heutzutage mehr Menschen ungewollt nicht-schwanger als ungewollt schwanger; manche wünschen sich sehnlichst ein Kind, fügen sich aber in ihr Schicksal, ohne die Ursachen jemals abgeklärt zu haben. Oder sie üben sich einfach zu lange in Geduld - obwohl die Zeit in dieser Angelegenheit gegen uns spielt.

Abwarten und Tee trinken?

Da unser „Fruchtbarkeits-Zeitfenster“ nicht ewig geöffnet ist, sollte man tatsächlich nicht zögern, aktiv zu werden und der Natur fortpflanzungstechnisch auf die Sprünge zu helfen. Bereits im Alter von 35 Jahren ist bei Frauen die Chance, ein Kind zu empfangen (verglichen mit der einer 25-Jährigen) bereits um etwa die Hälfte gesunken. Es sind circa 500.000 Eizellen im Körper jeder Frau angelegt - und die dezimieren sich nicht nur im Laufe ihres Lebens, sondern altern auch mit ihr und werden störungsanfälliger. Deshalb sollte Frau, bleibt nach zwölf Monaten ungeschützter Liebesmüh‘ der Erfolg aus, die Hilfe der Reproduktionsmedizin in Anspruch nehmen - ab dem 36. Lebensjahr besser schon nach sechs Monaten. 

Die Herren der Schöpfung lassen ab dem 30. Geburtstag zwar langsam aber stetig nach, zumindest was die Zeugungsfähigkeit/die Qualität ihrer Spermien betrifft.
Unser Körper folgt also den alten biologischen Gesetzen, ungeachtet der Tatsache, dass wir heute eine viel längere Lebenserwartung haben, länger fit sind, besser aussehen und gerne die Familienplanung etwas nach hinten schieben. 
 

Mögliche Ursachen dafür, dass das ersehnte Ausbleiben der Regelblutung (als Indiz für den Beginn einer Schwangerschaft) ausbleibt

  • Sowohl bei „ihm“ als auch bei „ihr“ könnten Störungen des Hormonhaushalts eine Rolle spielen; eine Schilddrüsenüber/-unterfunktion oder Diabetes mellitus können beispielsweise die Reifung der Eizelle beeinflussen.
     
  • Geschlechtskrankheiten, entzündliche Prozesse, Infektionen und ihre Folgen können ebenfalls bei beiden Geschlechtern der Fortpflanzung im Wege stehen. 
     
  • Zahlreiche organische Ursachen gibt es, die uns das Elternwerden erschweren können. Genetisch bedingte, manchmal auch angeborene Fehlbildungen der Geschlechts- beziehungsweise Fortpflanzungsorgane, Verwachsungen/Verschlüsse der Eileiter, Endometriose, Myome usw..
     
  • Sogar immunologische Abwehrreaktionen des weiblichen gegen die Spermien des männlichen Partners konnten schon als Grund ermittelt werden, dass eine Befruchtung zunächst misslingt.
     
  • Selbstverständlich sind sowohl die Spermienqualität als auch deren Menge wichtige Faktoren. Werden nicht ausreichend intakte, gut bewegliche Spermien produziert (ein Milliliter Samenflüssigkeit enthält davon mindestens 20 Mio.) sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung drastisch.
     

Der Fruchtbarkeit von Mann und Frau ebenfalls nicht förderlich sind unausgewogene Ernährung, Nikotin- sowie Alkoholkonsum. Ebenso können starkes Unter- oder Übergewicht den weiblichen Zyklus stören und somit eine vorübergehende Sterilität bedingen. Auch schwere körperliche Arbeit, Leistungssport, körperliche oder geistige Stresszustände veranlassen den weiblichen Körper zuweilen, eine Schwangerschaft „abzulehnen“ (um die dadurch entstehende zusätzliche Belastung zu vermeiden).

Was auch immer im individuellen Fall die Familienplanung be- oder verhindert, muss ermittelt werden. Aus gutem Grund haben sich in den vergangenen Jahren im ganzen Land Kinderwunschzentren etabliert, die bereits vielen Paaren zum Babyglück verholfen haben.


Erst im nächsten Schritt, aufgrund der gewonnen Erkenntnisse, werden die Fachärzte eine erfolgsversprechende Therapie vorschlagen. Die moderne Medizin hat auf diesem Gebiet viele Möglichkeiten, folgend grob beschrieben:

  • Störungen des Hormonhaushalts beispielweise können mithilfe einer Hormontherapie ausgeglichen werden.
     
  • Ist die Qualität der Samen nicht ausreichend, kann das Sperma nach entsprechender Aufarbeitung direkt in die Gebärmutter eingebracht werden; diesen Vorgang bezeichnet man als Intrauterine Insemination.
     
  • Auch kann das aufbereitete Sperma direkt in die Eizelle injiziert werden
    ICSI - Intrazytoplasmatische Spermieninjektion.
     
  • Bei der In-vitro-Fertisilation (IVF) wird zunächst bei der Frau eine Hormonbehandlung durchgeführt, um optimale Voraussetzungen für das Vorhaben zu schaffen. Reife Eizellen werden dann aus der Gebärmutter entnommen und
    „in vitro“ = im (Reagenz-)Glas mit den Spermien in Kontakt gebracht und nach erfolgter Befruchtung wieder eingesetzt.

Fazit: Bei ungewollter Nicht-Schwangerschaft besser starten, als warten!

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